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  • Blotzheim, église St-Léger

#2# MOZART - REQUIEM

Ausserordentlisches Konzert

Nach der großen Messe in C-Moll, nimmt die Capella das zweite große unvollendete Werk von Mozart, das Requiem in Angriff. Es scheint, als ob die größten Meisterwerke immer einen Anteil an Schatten und Geheimnis verbergen sollen. Wer war der Auftraggeber ? Was sind die Teile, die Mozart selbst komponierte ? Seit Jahrhunderten baut man Legenden über diese Wissenslücken auf und es bestehen heute noch viele musikalische Streitigkeiten.

Heute laden wir ein, die komplette und korrigierte Version von R. D. Levin, 1995 datiert, zu hören. Diese gilt heute als Referenz der vollständigsten in Bezug auf unser Wissen. Auf Tonhöhe /430Hz/ und auf historischen Instrumenten interpretiert. Die Solisten sind : Anaïs Mahikian, Sopran - Coline Dutilleul, Mezzo - Camille Tresmontant, Tenor - Nathanael Tavernier, Bass.

Die letzten Worte von Mozart, zwischen Tradition und Modernität
Das Requiem, an der Schwelle seines Todes von Mozart komponiert, seine ultime Initierung, beinhaltet viele Geheimcodes sowohl in der Form als in der Sprache. Dennoch zeigen mehrere bedeutende Innovationen oder wagemutige Entscheidungen Mozarts Denken auf, was nicht verborgen bleiben konnte. Zwei Beispiele : erstens ist die Farbe des Orchesters viel düsterer als üblich -Mozart hat die hohen Töne der Holzinstrumente durch Bassetthörner ersetzt, eine echte Revolution. Zweitens sieht unser Komponist für die Solisten keinerlei Arie vor und beschränkt das Orchester auf die einzige Unterstützung des Chors, das dann wirklich die Hauptrolle einnimmt.

Sursum Corda, vom Chor zum Herzen
Mozart distanziert sich von den Verpflichtungen der Oper, wo die Arien von grosser Wichtigkeit waren, und kommt zurück zu den von Venedig bis Leipzig, von Gabrieli bis Bach, alten sakralen Traditionen. Die Wichtigkeit, die er dem Chor widmet, kann man nicht ignorieren. Alles kommt von ihm, alles geht an ihm zurück. In den Manuskripten, die noch vorhanden sind, kommt ohne Zweifel das kreative Feuer aus dem Chor und aus dem Herzen. Die Orchesterteile werden in einer zweiten Phase ergänzt. Man wird den Gedanken nicht los, dass es wirklich Mozart selbt ist, der uns durch den Chor anspricht.

Die vollständige Analyse des Requiems ist im Raumprogramm vom 15. Oktober und auf unserer Website aufgeführt.

  • Entrée libre